
Osterhase (Karl
Rudolf Hagenbach)
Der
Has, der Has, der Hase, Hat uns
gelegt im Grase Viel
Eilein, gelb und roth, Will hinter
Stauden und Hecken Er eilig
sich verstecken, So hat es
keine Noth, Wir suchen
ihn im Grase, Da liegt er
schon, der Hase. Auf bunten
grünen Matten Guckt er
aus jungem Schatten Des
Blüthenbaums hervor, Hier bei
den Tulpenbeeten, Dort hinter
den Staketen, Bei’m
hohen Gartenthor, kommt, o
kommt zu schauen, Die bunten,
die grünen, die blauen.
Im jungen
Tannenwuchse, Im hohen,
schlanken Buchse, Dort bei
dem Veilchenstrauch, Hier in dem
weichen Moose, Links vor
der Maienrose Liegt gar
ein schönes auch, Drei, vier,
fünf, sechs dahinten Dicht bei
den Hyazinthen.
Gefunden
sind nun alle, „Daß
kein’s zur Erde falle, Nehmt
Kinder! euch in Acht; Denn wenn
zerbricht die Schale, Seid ihr
mit einem Male Um alle
Lust gebracht, Drum legt
sie sacht ins Bettchen, Ins weiche
Eierkrättchen.“
Zu
süßen Osterfladen Sind wir
nun eingeladen, Schon ist
das Mahl bereit, Da lassen
wir uns schmecken Die Fladen
und die Wecken In aller
Herrlichkeit: Vivat die
Osterfeier, Die Fladen
und die Eier!
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